Gehörbildung Trainingszentrum

Elementare Übungen

In diesem Lehrgang geht es primär darum, Tonhöhen und Rhythmen aktiv wiedergeben zu lernen. Der Umgang mit der eigenen Stimme ist zentraler Bestandteil einer erfolgreichen Entwicklung hin zu innerer Klangvorstellung und -wiedererkennung.

Als Lehrbücher seien folgende Empfehlungen ausgesprochen:

Kühn, Clemens: „Gehörbildung im Selbststudium“, Bärenreiter: Kassel.

Für weitere Übungen mit Smartphone-Apps gibt es folgende Empfehlungen:

Earpeggio

Tenuto

Perfect Ear

Kapitel 1: Tonhöhenbeziehungen

1.1 Akkorde

1. Durdreiklänge

„Singen Sie vom jeweils gegebenen Ton auf Tonnamen eine Grundstellung, eine erste und eine zweite Umkehrung eines Durdreiklangs und nehmen Sie sich dabei auf (Bsp: gegeben ist c, singen Sie also zunächst c-e-g (C-Dur), c-es-as (As-Dur 1. Umkehrung) und dann c-f-a (F-Dur 2. Umkehrung). So lernen Sie, zwischen kleinen/großen Terzen und Quarten zu unterscheiden.“

2. Molldreiklänge

Singen Sie vom jeweils gegebenen Ton auf Tonnamen eine Grundstellung, eine erste und eine zweite Umkehrung eines Molldreiklangs und nehmen Sie sich dabei auf (Bsp: gegeben ist c, singen Sie also zunächst c-es-g (c-Moll), c-e-a (a-Moll 1. Umkehrung) und dann c-f-as (f-Moll 2. Umkehrung). So lernen Sie, zwischen kleinen/großen Terzen und Quarten zu unterscheiden.“

3. Verminderte Dreiklänge

„Singen Sie vom jeweils gegebenen Ton auf Tonnamen eine Grundstellung, eine erste und eine zweite Umkehrung eines verminderten Dreiklangs und nehmen Sie sich dabei auf (Bsp: gegeben ist c, singen Sie also zunächst c-es-ges (c-vermindert), c-es-a (a-vermindert 1. Umkehrung) und dann c-fis-a (fis-vermindert 2. Umkehrung). So lernen Sie, übermäßige Quarten/verminderte Quinten zu singen.“

4. Vermischte Dreiklänge

„Singen Sie nun vom gegebenen Ton aus z.B. folgende Akkordtypen: Moll-Grundstellung, übermäßig, Dur 1. Umkehrung, vermindert 1. Umkehrung, Dur-Grundstellung, Dur 2. Umkehrung, vermindert 2. Umkehrung, Moll 1. Umkehrung, übermäßig, Moll 2. Umkehrung. Sie können die Reihenfolge selbstverständlich jederzeit ändern, umstellen, zufällig mit Hilfe von Würfeln wählen lassen usw. „

5. Septakkorde (D7)

„a) Singen Sie vom gegebenen Ton aus den Dominantseptakkord in Grundstellung auf Tonnamen. b) Singen Sie vom gegebenen Ton aus die D7-Grundstellung sowie die drei Umkehrungen bei gleichbleibendem tiefsten Ton! Bsp. (tiefster Ton c: c-e-g-b (Grundstellung), c-es-ges-as (1. Umkehrung), c-es-f-a (2. Umkehrung), c-d-fis-a (3. Umkehrung).“

6. Septakkorde (maj7,m7)

„Sie können theoretisch auch wie oben verfahren und Umkehrungen singen. Diese kommen jedoch in der Musikliteratur eher selten vor. Stattdessen üben Sie hier doch, die Akkordtypen nicht nur aufwärts, sondern auch abwärts vom jeweils gegebenen Ton zu singen – das fällt in der Regel schwerer als aufwärts zu singen, daher üben Sie mit Bedacht und Geduld! (Bsp. (c gegeben): c-e-g-h aufwärts, c-as-f-des abwärts; c-es-g-b aufwärts, c-a-f-d abwärts)“

7. Septakkorde (ø7,o7)

„Singen Sie die Akkordtypen nicht nur aufwärts, sondern auch abwärts vom jeweils gegebenen Ton zu singen (Bsp. (c gegeben): c-es-ges-b aufwärts, c-as-f-d abwärts; c-es-ges-heses aufwärts, c-a-fis-dis abwärts)“

8. Septakkorde (mimaj7)

„Singen Sie die Akkordtypen nicht nur aufwärts, sondern auch abwärts vom jeweils gegebenen Ton zu singen (Bsp. (c gegeben): c-es-g-h aufwärts, c-as-fes-des abwärts)“

9. Septakkorde (mimaj7)

„Singen Sie die Akkordtypen nicht nur aufwärts, sondern auch abwärts vom jeweils gegebenen Ton zu singen (Bsp. (c gegeben): c-es-g-h aufwärts, c-as-fes-des abwärts)“

10. Nonenakkorde (maj9,m9)

„Singen Sie die Akkordtypen nicht nur aufwärts, sondern auch abwärts vom jeweils gegebenen Ton zu singen (Bsp: (c gegeben): c-e-g-h-d aufwärts, c-a-f-d-b abwärts; c-es-g-b-d aufwärts, c-as-f-des-b abwärts).“

11. Nonenakkorde (D79,D7b9,D7#9)

„Singen Sie die Akkordtypen nicht nur aufwärts, sondern auch abwärts vom jeweils gegebenen Ton zu singen (Bsp: (c gegeben): c-e-g-b-d aufwärts, c-as-f-d-b abwärts; c-e-g-b-des aufwärts, c-a-fis-dis-h abwärts; c-e-g-b-dis aufwärts, c(his)-g-e-cis-a).“

12. Nonenakkorde (ø9,add9)

„Singen Sie die Akkordtypen nicht nur aufwärts, sondern auch abwärts vom jeweils gegebenen Ton zu singen (Bsp: (c gegeben): c-es-ges-b-d aufwärts, c-as-fes-des-b abwärts; c-e-g–d aufwärts, c-f-d-b abwärts).“

13. Sus-Akkorde (sus4)

„Singen Sie die Akkordtypen nicht nur aufwärts, sondern auch abwärts vom jeweils gegebenen Ton zu singen (Bsp: (c gegeben): c-f-g aufwärts, c-b-f abwärts)“

14. Sus-Akkorde (sus7)

„Singen Sie die Akkordtypen nicht nur aufwärts, sondern auch abwärts vom jeweils gegebenen Ton zu singen (Bsp: (c gegeben): c-f-g-b aufwärts, c-a-g-d abwärts)“

15. Sus-Akkorde (sus9,susb9,sus13)

„Diese Akkorde lassen sich folgendermaßen „ersingen“: Sus9: vom gegebenen Ton aus singen Sie eine große Sekunde abwärts und von dort aus einen Durdreiklang aufwärts (Bsp. c gegeben: c-b-d-f). Susb9: vom gegebenen Ton aus singen Sie eine große Sekunde abwärts und von dort aus einen Molldreiklang aufwärts (Bsp. c gegeben: c-b-des-f). Sus13: vom gegebenen Ton aus singen Sie eine große Sekunde abwärts und von dort aus einen maj7-Akkord aufwärts (Bsp. c gegeben: c-b-d-f-a)“
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1.2 Skalen/Tonleitern

Anmerkungen

Die sog. „Kirchentonleitern“ (Modi) lassen sich in zwei Familien einteilen: dural (der dritte Skalenton ist eine große Terz vom Grundton entfernt) und mollar (der dritte Skalenton ist eine kleine Terz vom Grundton entfernt).

1. Durale Skalen 1

Singen Sie vom gegebenen Ton aus lydisch, ionisch und mixolydisch auf- und wieder abwärts. Sie können dabei auf Tonnnamen oder auf Zahlen singen (1-8 und 8-1).

2. Durale Skalen 2

Singen Sie in lydisch, ionisch und mixolydisch folgende Zahlenfolgen-Pattern auf- und abwärts (1-3-2-4…, 1-2-3-2-3-4…, 1-3-5-2-4-6..// 8-6-7-5…, 8-7-6-7-6-5-6-5-4…, 8-6-4-7-5-3…)
Fiction
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History
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Kapitel 1: Tonhöhenbeziehungen

1.1 Akkorde

  1. Töne nachsingen: Sie hören einzelne Töne in verschiedenen Registern und Instrumentalfarben. Singen Sie diese spontan nach und nehmen Sie sich dabei auf. Die vorgegebene Reihenfolge der Beispiele entspricht einer ansteigenden Schwierigkeitsstufe.
  2. Durdreiklänge: Singen Sie vom jeweils gegebenen Ton auf Tonnamen eine Grundstellung, eine erste und eine zweite Umkehrung eines Durdreiklangs und nehmen Sie sich dabei auf (Bsp: gegeben ist c, singen Sie also zunächst c-e-g (C-Dur), c-es-as (As-Dur 1. Umkehrung) und dann c-f-a (F-Dur 2. Umkehrung). So lernen Sie, zwischen kleinen/großen Terzen und Quarten zu unterscheiden.
  3. Molldreiklänge: Singen Sie vom jeweils gegebenen Ton auf Tonnamen eine Grundstellung, eine erste und eine zweite Umkehrung eines Molldreiklangs und nehmen Sie sich dabei auf (Bsp: gegeben ist c, singen Sie also zunächst c-es-g (c-Moll), c-e-a (a-Moll 1. Umkehrung) und dann c-f-as (f-Moll 2. Umkehrung). So lernen Sie, zwischen kleinen/großen Terzen und Quarten zu unterscheiden.s.o.
  4. Verminderte Dreiklänge: Singen Sie vom jeweils gegebenen Ton auf Tonnamen eine Grundstellung, eine erste und eine zweite Umkehrung eines verminderten Dreiklangs und nehmen Sie sich dabei auf (Bsp: gegeben ist c, singen Sie also zunächst c-es-ges (c-vermindert), c-es-a (a-vermindert 1. Umkehrung) und dann c-fis-a (fis-vermindert 2. Umkehrung). So lernen Sie, übermäßige Quarten/verminderte Quinten zu singen.
  5. Mix inklusive Übermäßig („von tiefstem Ton a aus singe folgende Akkordtypen…“): Singen Sie nun vom gegebenen Ton aus z.B. folgende Akkordtypen: Moll-Grundstellung, übermäßig, Dur 1. Umkehrung, vermindert 1. Umkehrung, Dur-Grundstellung, Dur 2. Umkehrung, vermindert 2. Umkehrung, Moll 1. Umkehrung, übermäßig, Moll 2. Umkehrung. Sie können die Reihenfolge selbstverständlich jederzeit ändern, umstellen, zufällig mit Hilfe von Würfeln wählen lassen usw.
  6. Septakkorde (D7): a) Singen Sie vom gegebenen Ton aus den Dominantseptakkord in Grundstellung auf Tonnamen. b) Singen Sie vom gegebenen Ton aus die D7-Grundstellung sowie die drei Umkehrungen bei gleichbleibendem tiefsten Ton! Bsp. (tiefster Ton c: c-e-g-b (Grundstellung), c-es-ges-as (1. Umkehrung), c-es-f-a (2. Umkehrung), c-d-fis-a (3. Umkehrung).
  7. Septakkorde (maj7, m7): Sie können theoretisch auch wie oben verfahren und Umkehrungen singen. Diese kommen jedoch in der Musikliteratur eher selten vor. Stattdessen üben Sie hier doch, die Akkordtypen nicht nur aufwärts, sondern auch abwärts vom jeweils gegebenen Ton zu singen – das fällt in der Regel schwerer als aufwärts zu singen, daher üben Sie mit Bedacht und Geduld! (Bsp. (c gegeben): c-e-g-h aufwärts, c-as-f-des abwärts; c-es-g-b aufwärts, c-a-f-d abwärts)
  8. Septakkorde (ø7, o7): Singen Sie die Akkordtypen nicht nur aufwärts, sondern auch abwärts vom jeweils gegebenen Ton zu singen (Bsp. (c gegeben): c-es-ges-b aufwärts, c-as-f-d abwärts; c-es-ges-heses aufwärts, c-a-fis-dis abwärts)
  9. Septakkorde (mmaj7): Singen Sie die Akkordtypen nicht nur aufwärts, sondern auch abwärts vom jeweils gegebenen Ton zu singen (Bsp. (c gegeben): c-es-g-h aufwärts, c-as-fes-des abwärts)
  10. Nonenakkorde (Maj9, m9): Singen Sie die Akkordtypen nicht nur aufwärts, sondern auch abwärts vom jeweils gegebenen Ton zu singen (Bsp: (c gegeben): c-e-g-h-d aufwärts, c-a-f-d-b abwärts; c-es-g-b-d aufwärts, c-as-f-des-b abwärts).
  11. Nonenakkorde (D9, D7b9, D7#9): Singen Sie die Akkordtypen nicht nur aufwärts, sondern auch abwärts vom jeweils gegebenen Ton zu singen (Bsp: (c gegeben): c-e-g-b-d aufwärts, c-as-f-d-b abwärts; c-e-g-b-des aufwärts, c-a-fis-dis-h abwärts; c-e-g-b-dis aufwärts, c(his)-g-e-cis-a).
  12. Nonenakkorde (ø9 und add9): Singen Sie die Akkordtypen nicht nur aufwärts, sondern auch abwärts vom jeweils gegebenen Ton zu singen (Bsp: (c gegeben): c-es-ges-b-d aufwärts, c-as-fes-des-b abwärts; c-e-g–d aufwärts, c-f-d-b abwärts).
  13. Sus-Akkorde (Sus4): Singen Sie die Akkordtypen nicht nur aufwärts, sondern auch abwärts vom jeweils gegebenen Ton zu singen (Bsp: (c gegeben): c-f-g aufwärts, c-b-f abwärts)
  14. Sus-Akkorde (Sus7): Singen Sie die Akkordtypen nicht nur aufwärts, sondern auch abwärts vom jeweils gegebenen Ton zu singen (Bsp: (c gegeben): c-f-g-b aufwärts, c-a-g-d abwärts)
  15. Sus-Akkorde (sus9, Sus13, Susb9): Diese Akkorde lassen sich folgendermaßen „ersingen“: Sus9: vom gegebenen Ton aus singen Sie eine große Sekunde abwärts und von dort aus einen Durdreiklang aufwärts (Bsp. c gegeben: c-b-d-f). Susb9: vom gegebenen Ton aus singen Sie eine große Sekunde abwärts und von dort aus einen Molldreiklang aufwärts (Bsp. c gegeben: c-b-des-f). Sus13: vom gegebenen Ton aus singen Sie eine große Sekunde abwärts und von dort aus einen maj7-Akkord aufwärts (Bsp. c gegeben: c-b-d-f-a)

1.2 Skalen/Tonleitern

Die sog. „Kirchentonleitern“ (Modi) lassen sich in zwei Familien einteilen: dural (der dritte Skalenton ist eine große Terz vom Grundton entfernt) und mollar (der dritte Skalenton ist eine kleine Terz vom Grundton entfernt).

  1. Durale Skalen: Singen Sie vom gegebenen Ton aus lydisch, ionisch und mixolydisch auf- und wieder abwärts. Sie können dabei auf Tonnnamen oder auf Zahlen singen (1-8 und 8-1).
  2. Durale Skalen: Singen Sie in lydisch, ionisch und mixolydisch folgende Zahlenfolgen-Pattern auf- und abwärts (1-3-2-4…, 1-2-3-2-3-4…, 1-3-5-2-4-6..// 8-6-7-5…, 8-7-6-7-6-5-6-5-4…, 8-6-4-7-5-3…)
  3. Mollare Skalen: Singen Sie vom gegebenen Ton aus dorisch, äolisch, phrygisch und lokrisch auf- und wieder abwärts. Sie können dabei auf Tonnnamen oder auf Zahlen singen (1-8 und 8-1).
  4. Mollare Skalen: Singen Sie in dorisch, äolisch, phrygisch und lokrisch folgende Zahlenfolgen-Pattern auf- und abwärts (1-3-2-4…, 1-2-3-2-3-4…, 1-3-5-2-4-6..// 8-6-7-5…, 8-7-6-7-6-5-6-5-4…, 8-6-4-7-5-3…)
  5. Gemischte Skalen&Zahlen 1: Singen Sie in verschiedenen Skalen die folgenden Zahlenfolgen: a) 1-3-4-6-5-2-1 b) 1-2-4-5-3-1 c) 8-7-9-8-6-5 d) 5-2-3-1-4-6-5
  6. Gemischte Skalen&Zahlen 2: Blättern Sie im (digitalen)Telefonbuch und singen Sie Telefonnummern in verschiedenen Skalen (die 0 kann wegfallen, die 9 wird zur 2).
  7. „Modale Volkslieder“: Singen Sie ein Ihnen bekanntes Volkslied in einer anderen Skala (bspw. eine Durmelodie in einer mollaren Skala und umgekehrt).
  8. Dominantskalen: Wiederholen Sie die Übungen aus Nummer 1 und 2 mit den Skalen mixolydisch#11, alteriert, Ganzton, Halbton-Ganzton.

Kapitel 2: Rhythmus

Innerhalb eines Notationsprogramms (Musescore, Dorico SE o.ä.) Notenwerte im 4/4 Takt eingeben (Instrumentenwahl?, Tempo?). Dazu klatschen/klopfen; Permutationen bauen

Kapitel 3: Akkordverbindungen

Akkorde „aussingen“

  1. Kadenzen: I IV V I
  2. Kadenzen: ii-V-I
  3. Harmonische Modelle: Turnaround
  4. Harmonische Modelle: Blues
  5. Harmonische Modelle: Four-Chord-Progression
  6. Harmonische Modelle: Parallelismus (La Folia, Romanesca)
  7. Harmonische Modelle: Lamento
  8. Oktavregel Dur aufwärts
  9. Oktavregel Dur abwärts
  10. Oktavregel Moll aufwärts
  11. Oktavregel Moll abwärts