Spiele-Ideen

Eine Zusammenstellung von offline- und online-fähigen Spielen, die nebst Notenmaterial mit den zwei grundlegenden Spielmaterialien auskommen: Karten und Würfel.

Warum spielen? Über die Vorzüge spielerischer Herangehensweisen an diverse Themen wurde bereits viel nachgedacht und publiziert. Hier geht es einerseits darum, verschiedene (neue) Perspektiven auf eine Satzarbeit einzunehmen und andererseits um das Gespräch bzw. die Diskussion. Das klassische „Gewinnen“ steht daher eher an dritter Stelle, zumindest im Sinne von Punkte sammeln u.ä. Der Gewinn als Mehrwert soll zuvorderst durch ein neues „Verstehen von“ entstehen.

Mit wem spielen? Sofern nicht anders mit Hinweisen versehen, benötigen die meisten Spiele nur zwei Spieler*innen. Häufig ist es sinnvoll, wenn jemand Erfahreneres mit jemand weniger Erfahrenem spielt (z.B. in Lehrer-Schüler-Situation). Grundsätzlich ist aber auch ein ausgeglichenes Verhältnis möglich (empfohlen wird in diesem Fall jedoch, offene Fragen direkt zu notieren und später zu recherchieren!).

Womit spielen? Leere Karten sowie verschiedenste Würfel-Typen erhält man in vielen Spieleläden vor Ort, aber natürlich auf via Online-Bestellung.

Alternativ lassen sich auch digitale Spielgeräte (kostenlos!) benutzen:

  • online-wuerfel.de (Würfelmengen und Augenzahl wählbar! Browser-Anwendung)
  • [iOS] „Dice“/“Würfel app 3d“ (von Wouter Vandenputte; Würfeltypen anpassbar)
  • [iOS] „Flashcards Karteikarten“ (von Christian Deckert; ursprünglich zum Karteikartenlernen entwickelt, kann man die Random-Funktion auch für andere Ideen benutzen 🙂
  • [iOS] „Draw a card“ (von Joao Caetano; hier kann man eigene Decks verwenden, die man zuvor als Foto/am Rechner erstellt hat)
  • weitere Empfehlungen folgen!

Idee #1: ImproDice (Thema: Oktavregel)

Für: 1-x Spieler*innen; 1 Würfel mit 7 bzw. 8 Augen.

Jedes Würfelauge steht für eine Bassstufe aus der (Dur- oder Moll-)Oktavregel.

Man lege sich auf eine Tonart (gerne abseits von C-Dur) fest. Man würfle und spiele anschließend auf dem Tasteninstrument in beliebiger Lage sowohl den passenden Akkord zur Bassstufe als auch den jeweiligen Kontext mit korrekter Stimmführung.

Beispiel: Würfel-Ergebnis „3“. Die 3. Stufe der Oktavregel wird standardmäßig mit einem Sextakkord harmonisiert, und zwar sowohl in Dur als auch in Moll, abwärts wie aufwärts. Nun spiele man zunächst über dem gegebenen Ton den vierstimmigen Akkord und binde ihn anschließend ein in die Bassbewegung 2-3-4 und 4-3-2, jeweils in Dur und Moll.

Idee #2: Kartimento (von Hans Aerts/HfM Freiburg)

https://www.academia.edu/38572361/Kartimento_Ein_Lernkartenset_zum_Thema_Dur_Moll_tonale_Mehrstimmigkeit

Idee #3: ImproDice 2.0

Für: 1-x Spieler*innen, 1 Würfel mit x Augen (s.u.)

Grundkonzept: Man notiere sich eine Liste mit möglichen Improvisationsvorlagen und nummeriere diese. Je nach Länge der Liste entsprechend die Würfelaugen konfigurieren und loslegen.

Beispiellisten: 6 verschiedene Cantus-Firmi, über die im Contrapunto alla mente-Stil gesungen/gespielt wird.

Volkstümliche Melodieanfänge

Fugenthemen

Komponistennamen und deren „Stil“

Idee #3: „Kontrapunkt-Uno“

Am Beispiel eines Bicinium-Satzes:

Für: 2 oder mehr Spieler*innen; Material (Drucker oder mehrere Smartphones nötig)

https://www.krystoffer.com/startseite/musiktheorie/onlinematerial/

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